Über den Schilcher gibt es viele Sagen und Geschichten. Wie kaum ein anderer Wein ist der Schilcher mit der Steiermark und im besonderen mit der Weststeiermark verbunden. Die blaue Wildbacherrebe, die seit Jahrhunderten an den Hängen der Koralm kultiviert wird, hat ihren Weg über diese Region hinaus gefunden und wird heute in allen steirischen Weinbaugebieten ausgepflanzt. Und der österreichische Gesetzgeber hat den Namen Schilcher für die steirischen Weinbauern schützen lassen. Über die unterschiedlichen Qualitäten dieses einzigartigen Weines in den verschiedenen Weinbauregionen sind sich selbst die Experten nicht einig. Doch wird jenem aus der Weststeiermark, schon aus der Tradition heraus, oft der Vorzug gegeben. Die Weststeiermark ist es auch, wo flächenmäßig die Wildbacherrebe am stärksen vertreten ist.
Dem schillernden Farbenspiel zwischen heller Zwiebelfarbe und dunklem Rot verdankt der Schilcher seinen Namen. "Schillern" und "Schilchern" waren die mittelhochdeutsche Bezeichnungen für die bizarre Farbenkomposition des Schilchers. Die Namen für den damaligen Wein waren vielfältig, von "rotes pau" oder "rotter wein" bis "Schiller" und schlussendlich "Schilcher" reichten die Bezeichnungen für den aus der blauen Wildbacherrebe gekelterten Wein.
 

... und andere Weinsorten aus der Region:

Blauburger: Tiefdunkler, extrakt-reicher Rotwein mit einem herben Charakter.
Blauer Zweigelt:  Ein voller, kräftiger Rotwein; intensiv rubinfärbig und zartherb im Geschmack.
Goldburger:  Ein vollmundiger, milder, etwas extraktreicher Wein mit neutralem Geschmack.
Müller-Thurgau (Riesling x Sylvaner):  Ein zart duftiger Wein, der sich rasch ausbaut und jung getrunken werden sollte.
Muskateller:  Spezialität des Südens, entwickelt ein unvergleichlich traubig-fruchtiges Muskataroma, die Verbindung von rassiger Säure mit typischem Bukett ergibt Weine mit viel Finesse.
Morillon (Chardonnay):  Morillon zählt heute zu den wichtigsten Weißweinsorten mit internationaler Anerkennung. Vor allem in der Südoststeiermark reift diese Sorte zu einem extraktreichen, vollmundigen Wein mit fruchtig-feiner Säure und typischem Bukett.
Rheinriesling (Riesling):  Ein rassiger, immer eleganter, blumiger Wein.
Ruländer (Grauer Burgunder, Pinot gris):  Ein körperreicher Wein mit sehr typischem, vollem Sortenbukett und gut eingebundener Säure; diese Sorte erzielt jährlich hohe Qualität.
Sauvignon blanc (Muskat-Sylvaner):  Von leicht grasig bis ausgeprägt würzig im Bukett, ein extravoller Wein mit schöner Säurestruktur. Eine Spezialität, vor allem in der Südsteiermark.
Sämling 88 (Scheurebe):  Ein Wein mit sehr sortentypischem Bukett; eine Sorte für Liebhaber.
Steirische Leit'n:  Die 1l-Gastronomiemarke steirischer Weinbauern.
Sturm:  Kann man jedes Jahr ab Ende September genießen. Er ist ein Zwischenprodukt der alkoholischen Gärung. Der "Sturm" ist besonders zu gebratenen Kastanien zu empfehlen.
Traminer/Gewürztraminer:  Er ist typisch für das vulkanische Gebiet um Klöch und begeistert durch ein feines, oft intensives Bukett. Große Traminer sind immer extraktreich, haben Körper und Eleganz.
Weissburgunder (Klevner, Pinot blanc):  Nach dem Welschriesling der weitest verbreiteste Weißwein in der Steiermark; gehaltvoll und hochwertig, von ausgewogenem Geschmack.
Welschriesling:  Die steirische Hauptweißweinsorte ist fruchtig, meist säurebetont, mit feinwürziger Note. Ein besonders beliebter Wein, der meist einjährig getrunken wird.
Genießen Sie Ihre Lieblingssorte direkt auf einer der acht Weinstrassen in der West-, Südost- oder Süd-Steiermark! So z.B. auf der Sausaler-, der Klapotetz- und auf der Südsteirischen Weinstrasse!

 

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